Kräutergartl Christine Ebenschwanger  

    ☙ A' Kräutergartl und sei's no' so klein, kann pures Glück auf Erden sein ☙

Tipps aus dem Kräutergart'l Ebenschwanger

Ein eigenes Kräuterbeet anzulegen- nicht jedem ist das möglich. Denn gerade in der Stadt haben viele keinen eigenen Garten. Oder aber dieser ist aufgrund der Lage ungeeignet für den Anbau von Kräutern. Allerdings muss man dennoch nicht ganz auf ein eigenes kleines Kräuterparadies verzichten. Denn viele Un-Kräuter arrangieren sich einfach mit dem was da ist, ein Blumenkast'l reicht oft aus und so manches Mal muss man dafür auch gar keine Unsummen invesiteren. Denn....

Der Gundermann auch als Gundelrebe bekannt, findet man oft auf der Naturwiese  man kann diesen ganz leicht in Balkonkästen zu üppigen Gewächsen ziehen. Zwei Meter Länge sind oft keine Seltenheit. Verwendung findet der Gundermann übrigens als Wiesen-After-Eight, für den Gierschdudler oder auch als Kräuterbutter, Kräuteraufstrich, in grünen Suppen.....

Zwischen den Gundermann, der ja unbedingt in die Länge wachsen möchte kann man herrlich Kapuzinerkresse pflanzen. Diese Schönheit ist etwas für das Auge, aber erfreut eben auch den Gaumen.Denn Kapuzinerkresse in Blatt und Blüte kann man vielseitig als Aufstriche, Salate, in Butter und Suppen verarbeiten. Melisse und Pfefferminz wachsen übrigens auch gerne in der Nachbarschaft der beiden. Sie sind ideal für erfrischende Getränke und Limonaden, wobei Melisse ein bekannter Tausendsassa ist.

Etwas höhere Ansprüche an die Umgebung haben die werten Kräuterdamen Currykraut, Ysop, Maggikraut,  Pfefferblatt oder  auch Jiaongulan- das Kraut der Unsterblichkeit, welche bei mir im Gewächshaus wachsen. Ladys halt. Regelmäßig vom Jiaongulan ein paar frische Blätter genossen ( Vorsicht sehr herb) verspürt man plötzliche Energie. Das Currykraut hingegen, das Pfefferblatt und auch das Maggikraut werden bei mir als gesunder  Maggiersatz verwendet. Aber auch für Kräutersalze, Suppen, Marinaden und vieles mehr eignen sich diese Kräuter. Einfach probieren- denn jeder mag was anderes. Und das ist ja das Tolle an Kräutern- man kann mit ihnen experimentieren.

Ich trockne Kräuter gerne an der frischen Luft oder auf ein Backblech mit Backpapier gestrichen, bei 50° schonend im Ofen. Die  Ofentüre bleibt dabei einen Spalt offen, damit die feuchte Luft raus kann. Noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Wer Gänseblümchen, Spitzwegerich, Löwenzahn, Giersch in freier Natur sammelt, der erhält bei einer Mischung mit den üblichen Hauskräutern Schnittlauch sowie Petersilie eine wunderbar einmalige Kräutervariation, die zu Fisch, Fleisch, Suppen und Salaten passt.