Kräutergartl Christine Ebenschwanger  

    ☙ A' Kräutergartl und sei's no' so klein, kann pures Glück auf Erden sein ☙

Aus dem Kräutergartl geplaudert: Christine's  Rezepte für Sie

Spitzwegerichessenz / Zaubertropfen

Man nehme ein kleines sauberes Marmeladenglas und befülle es mit frischen, kleingeschnittenen Spitzwegerichblättern. Diese begießt man dann mit ca. 70% reinem Alkohol, bzw. verdünntem Weingeist/ ( auch Korn oder Wodka mit 40% kann man wunderbar nutzen)  bis über die Blätter. Danach lasst Ihr es für ca. vier Wochen (eine Mondphase lang) an einem dunklen Ort stehen. Diese Tinktur hält sich locker einige Jahre und auch die Wirkung. Nach vier bis sechs Wochen wird die Tinktur oder auch Essenz abgegoßen.
Hilft wunderbar bei Insektensticken wie Mücken und Bienen, Wespen, sowie leichten äußeren Entzündungen. Bitte nicht auf offene Wunden geben. Ebenso kann man die Tinktur im Winter tropfenweise bei Husten und Verschleimung in den Tee oder etwas Wasser geben ca. 3x tägl. 15 - 20 Tropfen.

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Beinwellbalsam:

Von der Pflanze die Wurzel ausgraben, waschen, putzen, gut trocknen. Die Wurzel klein schneiden und dann mit Olivenöl aufgießen, bis sie knapp bedeckt ist, anschließend wird alles auf bis zu 70° Grad erhitzt, bitte nicht höher, denn sonst hat man fritierte Wurzeln und wir wollen ja die Heilwirkung rausziehen. Das macht man ca. 1/2 Stunde lang und immer schön dabei bleiben.  Am nächsten Tag nochmal kurz erwärmen durch ein Tuch abseihen und mit Bienenwachs im Verhältnis 1:10 ( = Faustregel, bitte merken) das heißt 1 g Bienenwachs zu 10 ml Öl zu einem Balsam verdicken, also alles nochmals erwärmen, bis das Wachs schmilzt. Man kann um die Haltbarkeit zu verlängern noch einige Tropfen Propolistinktur oder Macadamianussöl ( natürli. Vit. E)  zugeben. In vorbereitete saubere Töpfchen füllen und abkühlen lassen, ganz wichtig,  vorm Verschließen.  Hilft wunderbar bei Knochenentzündungen, Prellungen, Quetschungen, Arthrose, Verstauchungen, Sehnenscheidenentzündungen.

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Christine's Hauskräutertee:

Man nehme zu gleichen Teilen, Huflattich, Spitzwegerich, Salbei, Thymian, Ringelblumenblüten, Lindenblüten und Holunderblüten. Wer mag kann auch noch Hagebutten getrocknet dazugeben. Davon bei angehender Grippe, Husten oder Bronchitis 1-2 Tl pro Tasse mit kochendem Wasser übergießen und 5-10 Min. ziehen lassen. Diesen Tee trinken sogar freiwillig meine Kinder, so gut schmeckt er.

Huflattich, Spitzwegerich und Hagebutten wenn möglich schon einen Tag vorher Kalt ansetzen und über Nacht ziehen lassen und diesen Ansatz dann zum heißen Tee geben , den Ihr bereits aus den andren Kräutern gekocht habt.

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Gierschlimonade:

Man nehme : 1 Liter Apfelsaft; 10 Gierschblätter; 5 Stengel Zitronenmelisse; 5 Stengel Pfefferminze; 5 Blätter Gundermann; 1 Zitrone; 1 Liter Mineralwasser. Die Kräuter waschen, abtrocknen lassen und in den Apfelsaft hängen, am besten als Sträußchen, dazu den Zitronensaft. Drei bis vier Stunden ziehen lassen, abseihen und mit Mineralwasser aufgießen. Nur wenige wissen, dass man den Giersch auch essen kann. Er ist besonders reich an Vitaminen und Mineralstoffen und beinhaltet 15mal mehr VitaminC als der Kopfsalat.

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Wacholderbutter :

500 g Butter, 20g Wacholderbeeren, 1/2 Teel. Honig, 1/2 Teel.Salz.Wacholderbeeren mit einer Gabel fein zerdrücken oder mit dem Mörser zerreiben. Alle Zutaten mit der weichen Butter verkneten und wieder kühlen.

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Brennesselwasser zum Entwässern und Entgiften im Frühjahr  :

Junge Brennesselblätter ( nicht abgeregnet, trocken) zerkleinern und in einen Topf geben. Mit kaltem Wasser und mit Zitronenscheiben belegen. Die Zitrone spaltet die Enzyme der Brennessel auf, so das diese optimal vom Körper aufgenommen werden. Über Nacht das Wasser abgedeckt ruhen lassen und am nächsten Morgen durch ein sauberes Multuch pressen. Den Sud nach Belieben mit Honig erwärmen und abschmecken. In sterilen Flaschen abgefüllt und kühl gelagert, ist der Sud rund eine Woche haltbar.

Zum Abschluss noch ein kleines Zitat: Es ist nie zu spät, das zu werden, was man hätte sein können. ( George Elliot )